Hamburger Sport-Verein e.V.

"Die Stimmung war unfassbar!"


Laura und Kira im Interview der Woche

Olympiasieger, Europameister, Deutsche Meister, Gewinner von Major- und Grand Slam-Turnieren sowie etliche Erfolge auf der deutschen smart beach tour: Die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst hatten bereits fast alles gewonnen, was es in dieser Sportart zu gewinnen gibt. Nur der Weltmeistertitel fehlte dem HSV-Duo noch. Seit Sonnabend können sie auch diesen auf ihre Erfolgsvita schreiben. Im Interview der Woche erläutern sie, wie es dazu gekommen ist.

HSV e.V.: Kira, mal ehrlich, habt ihr eine Woche vor der WM in Wien mit diesem Ausgang rechnen können?

Kira Walkenhorst: Definitiv nein! Die Vorbereitung ist alles andere als gut gelaufen. Erst hatte Laura eine Schulter-OP, dann musste ich mit gesundheitlichen Problemen aussetzen und erst eine Woche vor der Weltmeisterschaft konnte ich mit meiner Schulter überhaupt wieder hart schlagen. Für den Spielrhythmus von uns beiden natürlich eine Katastrophe, aber im Turnier selbst haben wir uns stetig gesteigert und am Ende hat einfach wieder alles zueinandergepasst.

HSV e.V.: Laura, wenn man den Titel Olympiasieger trägt, lastet auch ein gewisser Druck auf einem bei einer Weltmeisterschaft – wie seid ihr damit umgegangen?

Laura Ludwig: Wir haben uns diesen Druck nie gemacht und ehrlich gesagt auch selten gespürt. Natürlich stehen wir deutlich öfters im Fokus und gehören immer zu den Favoritinnen. Aber wir wissen auch genau, was wir, wann leisten können. Vor allem unser Team um unseren Head Coach Jürgen Wagner, Co-Trainerin Helke Claasen und unsere Psychologin Anett Szigeti hilft uns dabei enorm. Dieser Weltmeister-Titel gehört nicht nur Kira und mir, sondern vielen weiteren Menschen, die uns immer unterstützen.

HSV e.V.: In Wien gab es in der vergangenen Woche den heißesten Sommer der letzten Jahrzehnte und auch auf den Rängen herrschte eine heiße Atmosphäre. Wie habt ihr das wahrgenommen?

Kira: Das Klima war tatsächlich unfassbar. Nicht nur auf den Courts, sondern auch auf den Rängen. Wir haben versucht uns in den Pausen immer wieder runterzukühlen, viel zu trinken und möglichst viel zur Ruhe zu kommen. Gelitten haben wir allerdings nie, weil das, was von den Rängen kam, uns immer unfassbar gepusht hat. An diese Stimmung in Wien kommt nur das heimische Hamburger Publikum ran.

HSV e.V.: Das Abendblatt hat geschrieben „Der HSV ist Weltmeister“. Macht euch das stolz, dass nicht wenige sagen, ihr seid eines der Aushängeschilder des Vereins?

Laura: Wir haben bei den Spielen natürlich nicht nur deutsche Fahnen, sondern auch HSV-Fahnen im Publikum gesehen. So viel positive Unterstützung zu bekommen, ist super. Wir freuen uns sehr, dass wir so einen großen Verein repräsentieren können und den WM-Pokal nicht nur nach Deutschland, sondern auch in unsere Stadt, nach Hamburg geholt haben.


10
Aug '17
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  • Top-Team