Hamburger Sport-Verein e.V.

"Die Atmosphäre ist der schiere Wahnsinn!"


Daniel Eiduzzis im Interview der Woche

Am kommenden Wochenende findet der weltweit größte Triathlon in Hamburg statt und begeistert Teilnehmer sowie Zuschauer zugleich. Daniel Eiduzzis vom HSV-Triathlon wird beim Wettkampf dabei sein und sein Bestes geben. Im Interview der Woche verrät er, worauf es in dieser Sportart ankommt und was er nach dem Zieleinlauf macht. Die erste Frage kommt von unserer Rollstuhlbasketballerin Anne Patzwald.

Anne Patzwald: Daniel, beim Rollstuhlbasketball spielen wir immer gegen gegnerische Teams. Wer ist beim Triathlon euer Gegner?

Daniel Eiduzzis: In erster Linie ist Triathlon Individualsport. Damit bin ich mir selbst mein eigener Gegner. Und dieser Gegner kann es mir unterschiedlich schwer machen. Abhängig von der Distanz, der zurückliegenden Vorbereitung und natürlich auch der jeweiligen Tagesform, kann es ein "harter Kampf" werden oder auch mal "leichtes Spiel". So ganz alleine sind wir Triathleten dann aber doch nicht. In der Landes- und Verbandsliga Hamburg treten wir als Mannschaft gegen andere Teams an. 

HSV e.V.: Am kommenden Woche findet der Hamburg-Triathlon statt. Bist du selbst weitere HSVer am Start?

Daniel: Nachdem ich letztes Jahr zur gleichen Zeit in Münster beim City-Triathlon am Start war, ist der Hamburg-Triathlon dieses Jahr wieder ein Pflichttermin für mich. Da das absolute Saison-Highlight 2017 der Ironman Hamburg am 13. August ist, gilt es den Hamburg-Triathlon irgendwie in das laufende Trainingsprogramm einzubauen. Man wird sicherlich wieder zwei Hände voll Athleten in schwarz-weiß-blau sehen, die über verschiedene Distanzen an den Start gehen werden.

Worauf kommt es in dieser Sportart besonders an?

Daniel: Meiner Erfahrung nach hat Triathlon sehr viel mit Ehrgeiz und Disziplin zu tun. Sich mitunter durch lange Trainingseinheiten auf dem Rad oder in Laufschuhen zu quälen, egal wie das Wetter draußen ist, bedarf schon mancher Überwindung. Und auch das sogenannte "Kacheln zählen" beim Schwimmtraining macht nicht immer pure Freude. Eine Familie zu haben, die so manche Entbehrungen mitträgt, ist dabei viel wert. Und ein Team, in dem man mit tollen Vereinskollegen die nötige Motivation für Training und Wettkampf findet, ist unerlässlich. Das haben wir Gott sei Dank beim HSV Triathlon.

Der Hamburg-Triathlon ist der größte der Welt – worauf freut man sich als Teilnehmer besonders?

Daniel: Die Atmosphäre ist der schiere Wahnsinn. Über 10.000 Athleten an zwei Wettkampftagen und mehr als eine Viertel Millionen Zuschauer am Streckenrand - das sucht schon seinesgleichen. Hamburg ist Sportstadt durch und durch. Und der Hamburg-Triathlon ist nur eines von vielen guten Beispielen.

Ganz ehrlich - was machst du unmittelbar nach dem Zieleinlauf?

Daniel: In der Reihenfolge: Die Zeit stoppen, die Medaille entgegennehmen, mit meinen Vereinskollegen abklatschen und mich von meiner Familie in Empfang nehmen lassen. Nach einem "Bad" in der Alster bin ich zudem auch froh, wenn ich schnell eine Dusche aufsuchen kann und es mir den Rest des Tages einfach gutgehen lassen kann. 


13
Jul '17
  • Amateursport