Hamburger Sport-Verein e.V.

„Es ist eine Herzensangelegenheit für mich“


Interview der Woche mit Catharina Schimpf

Catharina Schimpf (28) war bereits 2008 und 2009 für die erste Frauenmannschaft des HSV aktiv, ehe sie es zur Saison 2010 zum Bramfelder SV zog. Nun ist sie seit dieser Saison wieder aktiv als Spielerin und als Trainerin der U15- Juniorinnen beim HSV. Welche Ziele sie für die kommende Saison hat, welche Werte sie als Trainerin vermitteln will und wieso sie dem weiblichen Vidal ähnelt, verrät sie uns im Interview der Woche.

Moin Cathi, du bist zurück beim HSV. Wie verlief dein Wechsel?
Der Wechsel zum HSV verlief reibungslos, die Verantwortlichen des HSV haben alles zuverlässig und professionell abgewickelt. Ich bin froh wieder an meiner alten Wirkungsstätte zu sein und zukünftig Engagement, sowie Leidenschaft in meinen Herzensverein einzubringen. Alle Beteiligten haben dafür gesorgt, dass ich mich schnell eingelebt habe und mich sehr wohl fühle.

Wie stressig sind denn deine Tage und wo liegt da dein Augenmerk?
Die Fußballaktivitäten sind in keinem Sinne Stress für mich, aber natürlich stellt es eine große Herausforderung dar. Neben meinem Job versuche ich beides mit höchstem Anspruch an mich selbst gerecht zu werden. Das klingt verrückt, ist es vielleicht auch, ich kann mir jedoch nichts Schöneres vorstellen. Insgesamt funktioniert dieser Spagat selbstverständlich nur durch die tolle Unterstützung meines Funktionsteams der U15, das mir stets den Rücken freihält. Dadurch ist es mir möglich, meine Zeit optimal in die soziale und fußballerische Entwicklung der Spielerinnen zu setzen.

Als welchen Spielertypen würdest du dich beschreiben und welche Werte willst du den Juniorinnen vermitteln?
Als Spielertyp wurde ich in der Vergangenheit bereits oft als weiblicher Vidal bezeichnet. Man beschreibt mich zum einen als spielerisch starke Spielerin, die das Spiel leitet und stärkt. Zum anderen besitze ich ebenfalls eine mentale Stärke und kann das Team auf dem Feld mitreißen. Außerdem wird mir eine sehr gute technische und physische Fähigkeit attestiert, die ich auf meiner Hauptposition als 6erin optimal einbringen kann. Trotz meiner kleinen Körpergröße (1,64m) bin ich stets gefährlich bei Kopfbällen. Kurzgesagt bin ich eine leidenschaftliche, ehrgeizige und fleißige Spielerin. Diese Werte versuche ich neben den altersspezifischen und fußballerischen Lehrinhalten an die Juniorinnen weiterzugeben.

Welche persönlichen Ziele hast du dir für deine und für die Saison der U15 gesetzt?
Gesamtheitlich betrachtet, habe ich mir das Ziel gesetzt, meinen Teil zur Weiterentwicklung der gesamten Frauen- und Mädchenfußballabteilung vom HSV beizutragen. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dem Club in Einklang mit dem neuangelegten Konzept als Spielerin, sowie in meiner Funktion als Trainerin, zu neuen, sportlichen Erfolgen zu verhelfen. In der 1. Frauenmannschaft gehe ich als erfahrene Spielerin voran, um mit dem gesamten Team unsere ambitionierten Ziele zu erreichen. Die Spielerinnen der U15 versuche ich optimal im sportlichen und sozialen Bereich auszubilden,

Du hast bereits in der 1. Bundesliga für den HSV gespielt. Welche Erfahrungen konntest du dort sammeln und mit welchem Gefühl stehst du unserem Verein gegenüber?
Für die zwei Jahre in der 1.Frauen- Bundesliga bin ich sehr dankbar und die Erfahrungen möchte ich nicht missen. Sie haben meinen sehr leistungsbezogenen Weg, begonnen mit der Ausbildung im Sportinternat in Neubrandenburg, den unzähligen Einsätzen für meinen Landesverband und den mehrjährigen Erfahrungen in DFB-Lehrgängen und der 2. Bundesliga, abgerundet und vollendet. Ich habe in diesen zwei Jahren sowohl menschlich als auch fußballerisch sehr viel dazu gelernt. Diese Erfahrungen werde ich nun in meiner noch jungen Karriere als Trainerin optimal nutzen und weitergeben. 

Fotos: Karsten Schukz


19
Sep '18
  • Interview der Woche