Hamburger Sport-Verein e.V.

HSV-Frauen gewinnen Oddset-Pokal


Sieg nach Elfmeterschießen gegen TSC Wellingsbüttel

Die erste Damenmannschaft des HSV e.V. hat in einem hochdramatischen Fußballspiel das Oddset-Pokalfinale mit 7:6 nach Elfmeterschießen gegen die Mannschaft des TSC Wellingsbüttel gewonnen. Mit dem Sieg qualifizierte sich das Team von Christian Kroll und Jörg Meyer auch für die erste Runde des DFB-Pokals.

Im Oddset-Pokalfinale trafen mit dem HSV und dem TSC Wellingsbüttel der Viert- und der Drittplatzierte der abgelaufenen Verbandsliga-Saison aufeinander, also ein Spiel auf Augenhöhe. Im altehrwürdigen Stadion Hoheluft erwischten allerdings die Gegnerinnen einen besseren Start und gingen bereits nach drei Minuten mit 1:0 in Führung. Auch danach blieben die „Wellefrauen“ vor allem durch einige schnelle Konter brandgefährlich, scheiterten aber immer wieder an Lela-Celin Naward, der Torhüterin des HSV, die von Anfang an eine hochkonzentrierte Leistung zeigte. Der HSV übernahm danach immer mehr die Spielkontrolle und erspielte sich einige sehr gute Gelegenheiten, aber mit Jennifer Weber hatte auch Wellingsbüttel eine Torhüterin in Bestform im Kasten. Mit 0:1 ging es somit in die Halbzeit.

Auch in der zweiten Halbzeit sahen die knapp 650 Zuschauer ein sensationelles und spielerisch hochwertiges Pokalfinale. Nach dem Ausgleich durch Victoria Schulz in der 53. Spielminute, ging Wellingsbüttel nur sieben Minuten später durch die Kapitänin Eva-Maria Ernst nach einer Ecke mit 2:1 in Führung. Aber erneut ließen sich die HSV-Frauen nicht unterkriegen und schafften wiederum nur drei Minuten später durch Anna-Katharina Seme den verdienten 2:2 Ausgleich. Trotz hoher Temperaturen boten beide Mannschaften bis zum Schluss ein tolles Fußballspiel, das nach 90 Minuten in die Verlängerung ging. Was dann passierte, glich einem Hollywood-Drama vom Feinsten.

In der 97. Minuten ging der TSV zum dritten Mal in Führung. Patrizia Wiebke spielte sich mit einem schönen Solo durch die HSV-Abwehr und brachte ihre Mannschaft mit einem Rechtsschuss in Front. Dann spielte nur noch die Mannschaft des HSV, die einen Angriff nach dem anderen initiierte. Aber auch die „Wellefrauen“ blieben mit ihren Kontern brandgefährlich. Kurz vor Schluss lief Yuliana Lasso Pena frei auf das gegnerische Tor zu und konnte nur durch ein Foul kurz vor der Strafraumgrenze gestoppt werden - Freistoß für die HSV-Frauen in der 118. Minute. In diesem Moment kam nicht wenigen HSVern der Name Diaz in den Kopf. Dieses Mal war es allerdings Victoria Schulz, die cool blieb und mit einem wunderschönen direkt verwandelten Freistoßtreffer den Ausgleich erzielte. Pure Erleichterung und die Belohnung für eine unglaubliche kämpferische Leistung. Schlusspunkt eines dramatischen Fußballspiels war dann das Elfmeterschießen.

Nachdem beide Teams jeweils drei von vier Elfmetern verwandelten, brachte Nicola Schulz die HSV-Mädels mit 7:6 in Front. Beim letzten regulären Elfmeter blieb Lela-Celin Naward nervenstark und hielt den Strafstoß von Wellingsbüttel sensationell mit beiden Händen. Aus. Vorbei. Pokalsieger! Mit dem Sieg gewannen die HSV-Frauen nicht nur den Oddset-Pokal, sondern qualifizierten sich damit auch für die erste Runde des DFB-Pokals.

Auch HSV-Präsident Jens Meier freute sich über den Pokalerfolg der Frauenfußballerinnen: „Mit dem Sieg im Oddset-Pokal hat unsere Damenmannschaft das HSV-Fußballwochenende perfekt gemacht. Viermal einen Rückstand aufzuholen ist eine richtig starke Leistung, vor der ich größten Respekt habe. Im Namen des ganzen Vereins gratuliere ich der Mannschaft, den Trainern und dem Betreuerteam ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg.“


22
Mai '17
  • Amateursport