Hamburger Sport-Verein e.V.

"Das war einfach nur krass!"


Nadja Glenzke und Julia Großner im Interview der Woche

Im August sind sie als Außenseiter-Duo sensationell Beachvolleyball-Europameister geworden. Im Interview der Woche verraten Nadja Glenzke und Julia Großner, wie die Tage danach verliefen, wie die kommenden Monate aussehen werden und warum sie gerne wieder Glücksbringer spielen.

HSV e.V.: Nadja und Julia, wie habt ihr die Tage nach eurem EM-Titel erlebt und wie ordnet ihr diesen Erfolg mit ein paar Wochen Abstand ein?
Nadja: Die Tage danach waren einfach nur krass! Ich hatte glaube ich am Abend 400 WhatsApp-Nachrichten, etliche verpasste Anrufe und E-Mails. Das hat Tage gedauert, allen zu antworten.  Es klingt immer noch unwahr sich Europameister zu nennen, aber es war auch schön so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Am meisten haben wir uns gefreut, im ARD-Morgenmagazin zu Gast zu sein.

Am vergangenen Wochenende wurdet ihr vor ca. 55.000 Zuschauern im Volksparkstadion für euren Erfolg geehrt. Was war das für ein Gefühl?
Julia: Im Stadion vor so vielen Zuschauern unten auf dem Rasen zu stehen war für uns ein tolles Erlebnis. Wir hatten ja ein bis zwei Ehrungen und Veranstaltungen in den letzten Wochen, aber vor dieser besonderen Kulisse war ich und Nadja glaube ich auch wirklich nochmal etwas nervös. 

Was hat sich für euch mit dem Umzug nach Hamburg geändert und was bedeutet es für euch, für den HSV zu spielen?
Julia: Ich hatte Glück und habe sehr schnell eine Wohnung gefunden. Das hat mir dabei geholfen mich schnell einzuleben. Mittlerweile genieße ich das Leben in Hamburg mit dem Umfeld und meinen Freunden sehr. Auch der HSV hat uns von Anfang bei allen Anliegen unterstützt und uns vor allem sehr familiär aufgenommen. 
Nadja: Wenn wir unseren Verein nennen, weiß jeder sofort, wer der HSV ist. Ich finde es super, dass der e.V. so viele verschiedene Sportarten hat und es nicht immer nur um Fußball geht.

Wie geht es in Zukunft mit euch als Duo weiter und was zeichnet euch auf dem Platz besonders aus?
Julia: Nadja wird in der nächsten Saison vorrangig ein Rehaprogramm absolvieren und man kann leider noch nicht sagen, ob sie überhaupt oder wie viele Turniere sie kommende Saison spielen kann. Ich werde weiterhin in Hamburg trainieren und bestmöglich international spielen. Bisher steht noch keine Partnerin fest. Das wird sich wahrscheinlich bis Januar klären. Jeder von uns arbeitet im Moment einzeln bestmöglich an seinen „Baustellen“ und unser Ziel ist es spätestens in der Saison 2019 wieder gemeinsam auf dem Feld zu stehen, damit wir um die Olympiaqualifikation für Tokio 2020 mitkämpfen können.

Die Profimannschaft des HSV konnte am vergangenen Wochenende einen 3:1 Sieg feiern. Scheinbar habt ihr das nötige Glück mitgebracht. Werden wir euch jetzt öfter im Stadion sehen?
Nadja: Für mich war es tatsächlich das erste Mal in einem Fußballstadion überhaupt. Meine Bilanz stimmt also. Wir kommen jedenfalls gerne wieder und feuern die Jungs auf dem Rasen an.


09
Nov '17
  • Interview der Woche