Hamburger Sport-Verein e.V.

HSV e.V. erhält Förderung vom Bund


Vier Millionen Euro für Sanierung der Sportanlage Norderstedt aus Bundesprogramm

Der Hamburger Sport-Verein e.V. erhält aus Mitteln des Bundesprogramms „Sanierung Sport, Jugend- und Kultureinrichtungen“ eine Förderung in Höhe von vier Millionen Euro für die Sanierung seiner Sportanlage in Norderstedt. Dies hat der Haushaltsausschuss des Bundestages heute bekannt gegeben.

Der HSV e.V. plant, das Vereinsgelände an der Ulzburger Straße umfassend zu modernisieren und aufzuwerten. Ziel ist es, die größtenteils noch veraltete Infrastruktur auf dem Gelände in der Form zu erneuern, dass sie den technologischen, energetischen und sportlichen Ansprüchen auch zukünftig entspricht. Dabei spielen Aspekte wie Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz eine wichtige Rolle. Zudem soll das Angebot des Vereins im Bereich Fitness-, Gesundheits- und Rehasport nach einem Umbau sinnvoll weiter ausgebaut werden.

Die Modernisierung der Anlage ist vom HSV e.V. in den vergangenen zehn Jahren sukzessive mit Einzelinvestitionen vorangetrieben worden. Um weitere umfangreiche Maßnahmen auf der Sportanlage in Norderstedt umzusetzen, ist der Verein auf externe Förderungen angewiesen und hat daher 2019 einen Förderantrag beim Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ eingereicht. Dieser Antrag ist nun vom Bund positiv beschieden worden.
Der Kern der Sanierungs- und Modernisierungspläne ist die Weiterentwicklung der bestehenden Infrastruktur durch ein modernes Sportzentrum inklusive der Errichtung einer Dreifeldsporthalle. Alleine dieser Planungsabschnitt wird voraussichtlich 6,6 Millionen Euro bei den Gesamtinvestitionskosten von etwa 10 Millionen Euro veranschlagen.

„Ich freue mich, dass der HSV e.V. und wir als Stadt diese sehr positive Nachricht aus Berlin erhalten haben“, sagt Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. Der HSV sei ein sehr wichtiger und verlässlicher Partner für das soziale Miteinander in Norderstedt, und dies seit vielen Jahrzehnten. „Wir blicken auf eine sehr gute und konstruktive Partnerschaft mit dem HSV zurück. Sehr viele Bürgerinnen und Bürger in Norderstedt aber auch viele Frauen, Männer und Kinder aus anderen Ländern kommen tagtäglich in den Genuss der vielfältigen Angebote des HSV in Norderstedt. Dies von klein auf bis in das hohe Alter hinein. Auch die inklusive Arbeit, die vom HSV geleistet wird und die mit der Umsetzung der Sanierungspläne noch weiter verbessert wird, schätzen wir als Stadt sehr“, so die Oberbürgermeisterin. Der HSV sei und bleibe ein sehr wichtiger Akteur hinsichtlich der Sportinfrastruktur Norderstedts.

„Das ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung der Sportanlage in Norderstedt,“ so HSV-Präsident Marcell Jansen. „Wir danken ganz herzlich der Stadt Norderstedt für den sehr guten Austausch und die Zusammenarbeit im Hinblick auf die Antragsstellung. Zudem geht unser Dank an den Bund für die Befürwortung des Antrags. Der HSV hat sich bereits in den vergangenen Jahren klar zu seinem Standort in Norderstedt bekannt und verschiedene Einzelmaßnahmen umgesetzt. Mit den Bundesmitteln wird es nun möglich, die Anlage ganzheitlich zu modernisieren und zu einem fortschrittlichen Sportzentrum im Herzen von Norderstedt auszubauen.“

Die Sportanlage an der Ulzburger Straße ist vom HSV im März 1928 erworben worden. Die heutige Infrastruktur der Anlage stammt größtenteils aus den 1960er und 1970er Jahren. Die Anlagen entsprechen trotz der bisherigen Investitionen nicht mehr dem modernen technischen Stand von Sportzentren. Die veralteten Anlagen können auch den erhöhten Bedarf hinsichtlich der Sport- und Freizeitmöglichkeiten einer wachsenden Stadt wie Norderstedt nicht langfristig decken.

Mehr als 2000 Sportlerinnen und Sportler nutzen wöchentlich das Sportgelände des HSV e.V., um sich dort in einer von zwölf Sportarten zu betätigen. Mehr als 50 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer der Anlage kommen direkt aus Norderstedt, jeweils rund ein Viertel der Gäste kommen aus Hamburg beziehungsweise dem Norderstedter Umland. Der Verein hat über 25.000 Mitglieder alleine in Schleswig-Holstein. Das Areal an der Ulzburger Straße wird zudem von den Norderstedter Werkstätten, für Inklusionsfußballgruppen, Schul-AG‘s, für Sportangebote des BBZ Segeberg für Geflüchtete und für Integrationssportangebote in Zusammenarbeit mit dem Willkommen-Team Norderstedt genutzt.

Hintergrundinformationen:
Insgesamt 102 Projekte in Kommunen in ganz Deutschland sind für die Förderung durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ ausgewählt worden. Auf sie wird die Fördersumme von rund 140 Millionen Euro für die Jahre 2016 bis 2018 und nochmals etwa 100 Millionen Euro für die Jahre 2017 bis 2020 aufgeteilt. Die Förderquote bei den eingereichten Projekten liegt in der Regel bei 45 Prozent des gesamten Projektvolumens. Die Betreuung des Bundesprogramms erfolgt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Die Mittel des Bundes stehen für die Förderung investiver Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung bei gleichzeitig sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die soziale Integration in der Kommune und die Stadt(teil)entwicklungspolitik zur Verfügung.


11
Mär '20
  • Unser HSV