Hamburger Sport-Verein e.V.

„Es war immer mein Traum, einmal für den HSV zu spielen“


Interview der Woche mit Tarek Abdalla

Seit 1. September 2019 ist Tarek Abdalla festangestellter Mitarbeiter im Bereich Medien & Marketing beim Hamburger Sport-Verein e.V. Zudem kickt er selbst beim Hamburger SV III in der Oberliga. Im Interview der Woche spricht der 22-Jährige über seinen Weg zum HSV, die neuen Aufgaben im Büroalltag und die spezielle Verwirklichung eines Kindheitstraums.  

Tarek, du bist seit dem 1. September fest beim HSV e.V. angestellt. Das war nicht dein erster Arbeitstag, oder? Erzähl mal…

Richtig - das war nicht mein erster Tag beim HSV. Den hatte ich tatsächlich schon am 15. Januar 2018, damals noch in den Räumlichkeiten des Volksparkstadions. Im Rahmen meines Studiums absolvierte ich ein dreimonatiges Pflichtpraktikum im Bereich Medien und Marketing beim HSV e.V. Es hat mir zu dem Zeitpunkt schon sehr viel Spaß gemacht, da ich eigenverantwortlich verschiedenste Aufgaben erfüllen durfte, beispielsweise die Bespielung der Social Media-Kanäle oder redaktionelle Arbeit für die Website und die HSVlive. Nach meinem Praktikum habe ich dann erst einmal mein Studium erfolgreich abgeschlossen. Im März dieses Jahres ergab sich die Chance, erneut im Medien- und Marketingbereich anzufangen – dieses Mal als Aushilfe in Teilzeit. Und so entwickelte sich aus der Aushilfsstelle ein Vollzeitjob, den ich heute mit Freude angehe. 

Welche Aufgabenfelder gehören in den Bereich deiner neuen Stelle und was sind deine Ziele?

Meine Aufgabengebiete sind sehr vielfältig. Neben dem alltäglichen Arbeitsgeschäft und der redaktionellen Arbeit, bin ich verantwortlich für unsere Social Media-Kanäle. Alle Posts auf Facebook, Instagram oder Twitter, sowohl vom HSV e.V. als auch vom HSV Supporters Club, laufen also über meinen Schreibtisch. Natürlich gehört dazu auch die Weiterentwicklung der verschiedenen Kanäle und die Zusammenarbeit mit der HSV Fußball AG. Mein Ziel ist es, den HSV-Fans und -Mitgliedern in Zukunft durch interaktive Projekte und Storys, wie bereits beim Jedermann-Zehnkampf geschehen, nahezubringen, was im e.V. alles passiert und wie interessant und vielfältig Vereinsarbeit sein kann. Langfristig möchten wir natürlich die Potenziale, die die sozialen Medien bieten, nutzen und unsere Reichweite weiter erhöhen.

Hättest du früher gedacht, dass du mal beim HSV arbeitest oder was war dein Berufswunsch als Kind?

Mein Traum war es immer, für den HSV aktiv im Volksparkstadion zu spielen und als Fußball-Profi die Raute auf der Brust zu tragen. Daraus wurde leider nichts, ich bin aber trotzdem froh, dass ich die Leidenschaft für den HSV und den Sport zu meinem Beruf machen konnte. Einen wirklichen Berufswunsch, außer eben Fußball-Profi zu werden, hatte ich als Kind gar nicht. Als Jugendlicher hat mich der Job meines damaligen Trainers als Sportreporter sehr interessiert und mich dementsprechend auch für die Medien begeistert. So fing ich an, für die Schülerzeitung zu schreiben und Praktika bei verschiedenen Medienunternehmen in Hamburg zu machen. Nach dem Abitur war für mich schnell klar, dass ich Sportjournalismus studieren möchte und so kam es dann auch.

Du arbeitest nicht nur beim HSV, sondern bist darüber hinaus Spieler beim HSV III. Wie kombinierst du beides?

Seit dieser Saison bin ich für die Oberliga-Mannschaft vom HSV III aktiv. Also habe ich meinen Traum für den HSV zu spielen in gewisser Weise verwirklicht. (lacht) Durch flexible Arbeitszeiten im Büroalltag lässt sich beides sehr gut vereinen. An Tagen, an denen ich Training habe, komme ich morgens ein wenig später ins Büro und bleibe dafür länger, um nach der Arbeit direkt zum Training zu fahren. Auch die Freitagabend-Heimspiele, die wir mit dem HSV III haben, kommen mir sehr entgegen, da man dadurch am Wochenende auch mal Zeit findet, den stressigen Berufsalltag zu vergessen.

Wann hast du angefangen, Fußball zu spielen, und wie bist du zum HSV gekommen?

Ich habe vergleichsweise relativ spät angefangen, im Verein zu kicken. Mit sieben Jahren war ich beim SC Victoria Hamburg das erste Mal in einem Fußballverein und von da an hat mich der Fußball dann gepackt. Ich wurde verrückt nach diesem Sport und schaute mir unglaublich viele Spiele im Fernsehen an. Nach drei Jahren bei Vicky bin ich in die Jugend vom Niendorfer TSV gewechselt, wo ich insgesamt sieben Jahre verbracht habe. Zur A-Jugend ging es zurück zum SCV und im zweiten Jahr wurden wir mit der A-Jugend Hamburger Meister und ich sicherte mir zudem die Torjägerkanone mit 53 Toren in 24 Spielen. Das war eine unglaubliche Saison. Über einen erneuten Stopp beim NTSV, wo es für mich leider überhaupt nicht lief, landete ich bei Vorwärts-Wacker Billstedt. In diesem Sommer wollte ich dann zurück in die Oberliga Hamburg und bin schließlich beim HSV III gelandet, worüber ich als HSV-Fan sehr glücklich bin. Jetzt wünsche ich mir, dass wir die bisher guten Ergebnisse bestätigen und frühzeitig den Klassenerhalt sichern, damit der HSV auch im nächsten Jahr in Hamburgs höchster Amateurspielklasse vertreten ist.


04
Sep '19
  • Interview der Woche