Hamburger Sport-Verein e.V.

Neue Heimat für HSV-Ehrenmal


Umzug auf HSV-Friedhof im Altonaer Volkspark geplant

Auf der Paul Hauenschild Anlage in Norderstedt erinnert ein Ehrenmal an die gefallenen Vereinsmitglieder des HSV im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Zukünftig soll dieses geschichtsträchtige Stück HSV-Geschichte auf den Altonaer Friedhof in der Nähe des Volksparkstadions umgesiedelt werden. Es wird nicht der erste Umzug in der bewegten Geschichte des Ehrenmals.

Ursprünglich wurde das Ehrenmal für die insgesamt 121 im Ersten Weltkrieg gefallenen Sportler der Vereine Hamburger FC 88, SC Germania von 1887 und FC Falke 06 erbaut – den drei Gründervereinen des Hamburger Sport-Verein e.V. Der HSV, damals sportlich am Rothenbaum beheimatet, ließ das Denkmal im Jahr 1921 erbauen und dort errichten. Entworfen hat die circa fünf Meter hohe Steinsäule der Architekt William Zwinscher. Am 1. Juni desselben Jahres weihte der HSV bei einer feierlichen Eröffnungszeremonie den Gedenkstein, der damals rund 20.000 Mark kostete, offiziell ein.

Auf der großen Säule des Ehrenmals sind auf drei der vier Seiten, zugeordnet zu ihrem jeweiligen Stammverein, die Namen der gefallenen Vereinsmitglieder abgebildet. Die Säulenköpfe werden von den Wappen der drei Vereine geziert. Die Verankerung der Gründerverein-Wappen ist aus vereinsgeschichtlicher Sicht ein wichtiger Faktor: Die ursprüngliche Darstellung des Wappens vom FC Falke 06 ist die einzige, die bis heute erhalten ist und einen Rückschluss auf die Gestaltung des Wappens zulässt.

Seit der Einweihung am Rothenbaum hatte das Ehrenmal dort seine Heimat und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg um drei Steintafeln am Fuße der Säule erweitert. Auf diesen sind die Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen HSVer in Stein gemeißelt – 170 Vereinsmitglieder verloren zwischen 1939 und 1945 ihr Leben. 

Mit dem HSV-Umzug vom Rothenbaum auf die Paul Hauenschild Sportanlage in Norderstedt in den 1980er Jahren fand auch das Ehrenmal einen neuen Platz und stand seitdem im Grünen an einem ruhigen, leicht abgeschiedenen Ort auf dem HSV-Areal.

Nun soll das Ehrenmal erneut umgesiedelt werden und mehr Aufmerksamkeit in passender, würdevoller Lage erlangen. Von seinem aktuellen Standort auf der Paul Hauenschild Sportanlage in Norderstedt soll der Gedenkstein einen Platz auf dem HSV-Friedhof, in unmittelbarer Nähe des Volksparkstadions, bekommen. Dafür muss das Bauwerk, im Zuge des Abbaus, zunächst restauriert werden, da bereits beim ersten Umzug Teile des Ehrenmals beschädigt wurden und die Fassade eingerissen ist. Insgesamt kostet der Umzug samt Restaurierung und Erneuerung der Betonsäule rund 30.000€. Um diese Kosten zu bewältigen wurde auf dem Spendenportal Betterplace.org ein Spendenprojekt ins Leben gerufen. Um den Umzug in Ehren und Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege zu ermöglichen, braucht der HSV e.V. eure Hilfe und eure Unterstützung. Seit knapp 100 Jahren hat das Bauwerk bereits einen Platz in der Vereinsgeschichte des HSV inne und das soll auch in den kommenden Jahren, an einem schönen und ehrenvollen Ort, so bleiben. Das Projekt auf der Spendenplattform soll insgesamt rund drei Monate laufen. Durch eine Spende des HSV Supporters Club war es möglich, bereits mit dem Abbau des Ehrenmals zu beginnen. Nun folgt der Abriss der Betonsäule, sowie die Restaurierung und der Wiederaufbau des Gedenksteins mit einer neuen Betonsäule.

Alle weiteren Infos und die Möglichkeit zur Spende findet ihr hier.


06
Feb '20
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