Hamburger Sport-Verein e.V.

30 Jahre Paul Hauenschild Stiftung


In den vergangenen drei Jahrzehnten hat die Arbeit der Stiftung viel bewegt

Die Paul Hauenschild Stiftung ist einer der größten Förderer des Amateursports im HSV und unterstützt dabei insbesondere die Jugendarbeit des Vereins. Die Stiftung hat eine bewegte Geschichte, die eng mit der gleichnamigen Anlage in Norderstedt verbunden ist. Sie führt zurück auf den früheren HSV-Präsidenten und langjährigen Förderer des Vereins Paul Hauenschild.

Paul Hauenschild prägte das Vereinsleben aktiv mit und war in den 1920er-Jahren zweimal Präsident des Vereins, bevor er den Posten von 1949 bis 1950 erneut ausübte. Während seiner zweiten Amtszeit beauftragte er im Jahr 1928 den Kauf des 130.000 Quadratmeter großen Geländes am Ochsenzoll in Norderstedt.
Hauenschild ließ zwölf Sportplätze auf dem Areal erbauen – es war seinerzeit die größte vereinseigene Sportanlage Deutschlands. Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen wurde die Anlage am 12. Dezember 1930 eingeweiht und trägt heute den Namen desjenigen, der sie ins Leben rief: Paul Hauenschild Anlage.

Als Hauenschild im Jahr 1962 verstarb, hinterließ er dem HSV ein Millionenvermögen. In seinem Testament ließ Hauenschild verankern, dass sein Nachlass nach 20 Jahren in die Förderung der HSV-Jugendarbeit fließen sollte. Mit diesem Nachlass wurde auf der Paul Hauenschild Anlage in den 1960er-Jahren ein moderneres Leistungszentrum gebaut, welches im Jahr 1971 eröffnet wurde.

Die Stiftungsgründung ermöglichten schließlich die beiden Vereinsmitglieder Else Lang und Dr. Rudolf Meissner. Sie förderten die Jugendarbeit mit eigenen finanziellen Mitteln und gründeten 1989 eine Stiftung, für die Ex-HSV-Fußballer Jürgen Werner, heute Namensgeber des auf der Anlage ansässigen HSV-Internats, gemeinsam mit Dr. Meissner über mögliche Namen beriet. Aufgrund seiner Verdienste für den Verein und seines vom Stiftungsvorstand verwalteten Nachlasses wurde die Stiftung schlussendlich nach Paul Hauenschild benannt. Die Paul Hauenschild Stiftung baute die Jürgen Werner Schule mit eigenen Mitteln für circa 5,5 Mio. DM und vermietete das Gebäude an den HSV. Das dafür erforderliche Grundstück wurde der Stiftung vom HSV Ochsenzoll kostenlos zur Verfügung gestellt. Dazu gehörte auch der ehemalige Lindenhof.

Die Paul Hauenschild Stiftung unterstützt auch weiterhin die Nachwuchsförderung im HSV und fördert dabei unter anderem Verbesserungen der Infrastruktur auf der Paul Hauenschild Anlage in Norderstedt. Ebenso finanziert sie Equipment und unterstützt die Trainerausbildung. Ein Team, das von der Förderung profitierte, sind die Fußball B-Juniorinnen des HSV. Sie gewannen in den Jahren 2018 und 2019 den Hamburger Pokal, sind amtierender DFB-Futsal-Meister und führen aktuell die B-Juniorinnen Bundesliga Nord/Nordost an.

Aktuelle Projekte der Stiftung sind darüber hinaus unter anderem die Sanierung der Tennisplätze auf der Paul Hauenschild Anlage und die Förderung der Schiedsrichter im HSV e.V. Die Stiftung hat auch dem HSV-Willkommensteam, das seit Sommer 2016 besteht, in dieser Saison den Eintritt in den Ligabetrieb des Hamburger Fußballverbandes ermöglicht.

Heute wird die Paul Hauenschild Stiftung von einem dreiköpfigen Vorstand aus Jan Bartels, Uwe Wolf und Oliver Voigt geführt. Alle Vorstände sind als Mitglieder in verschiedenen Abteilungen tief im HSV verwurzelt und haben bereits verschiedene Ämter und Funktionen ausgeübt. Vorstandsvorsitzender ist Jan Bartels. Er folgte auf Rüdiger Heß, der seit 2005 Vorstandsmitglied der Paul Hauenschild Stiftung war und sie seit 2016 als Vorstandsvorsitzender leitete. Von 1974 an war Heß im Amateurvorstand im HSV und saß dem Ehrenrat von 1996 bis 2002 vor. Heß wurde 2002 für sein ehrenamtliches Engagement im HSV mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Im Mai 2019 verstarb Rüdiger Heß im Alter von 75 Jahren.

Ebenfalls große Verdienste für die Stiftung leisteten die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Eugen Block und Gerhard Flomm. Flomm gehörte von 2000 bis 2016 dem Vorstand der Paul Hauenschild Stiftung an und war als Koordinator mitverantwortlich für den Bau des Leistungsinternats in Norderstedt. Auch Unternehmer Eugen Block bewegte in seiner Zeit im Vorstand von 2000 bis 2011 viel.

Ihre Arbeit wird in der Stiftung fortgeführt, um den Sport im HSV weiterhin voranzubringen, jugendliches Talent zu fördern und Menschen zusammenzuführen. Genauso, wie Paul Hauenschild es sich einst gewünscht hatte.


07
Dez '19
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