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Supporters Club

HSV-Pilgerweg

Der 18,87 Kilometer lange Weg führt vorbei an historischen Orten und Wirkungsstätten mit HSV-Bezug und hat das Ziel, den HSV in Hamburg sichtbar und erlebbar zu machen.

Herzlich Willkommen auf dem HSV-Pilgerweg. Dieser 18,87 Kilometer lange Weg führt vorbei an 16 geschichtsträchtigen und aktuellen Orten, die wir mit unserem HSV verbinden. Wie kam der Fußball überhaupt in die Hansestadt Hamburg? Wo fanden die ersten Spiele statt? Und was hat das Hotel Vier Jahreszeiten mit dem HSV zu tun? Und warum ein Pilgerweg mit HSV-Bezug?

Immer mehr Menschen pilgern. Sie gehen auf berühmten Routen zu bedeutenden heiligen Orten und Stätten. Dabei wird Geschichte lebendig, man verbindet sich innerlich mit bestimmten Heiligen. Einen Weg geht man alleine, in Gruppen, als Herausforderung, als Event, als Besinnung oder als Beitrag zur Gesundheit. Man trifft auf Gleichgesinnte und bildet eine Gemeinschaft auf Zeit.

Daran will die Idee eines blau-weiß-schwarzen Pilgerwegs anknüpfen. Die Idee von Anna Stöcken, seit vielen Jahren Fan und ehrenamtliche Unterstützerin des HSV, wurde nun zusammen mit dem HSV-Museum und dem Supporters Club umgesetzt. 

Vieles, was über die Pilgernden gesagt wird, trifft auch auf Fans zu. Man pilgert am Spieltag zum Stadion. Durch einen HSV-Pilgerweg wird der HSV und seine Geschichte in der Stadt Hamburg erlebbar. Der HSV fungiert nicht nur als Botschafter, der Weg repräsentiert den HSV. Alle Stationen haben das Ziel, den HSV in Hamburg sichtbar und erlebbar zu machen.

Auf den Blau-Weiß-Schwarzen Weg können sich HSV-Fans zusammen begeben, sich mit anderen Fans treffen oder diesen einfach mal alleine gehen. Weiterhin dienen der Weg und das Wandern natürlich der körperlichen Betätigung und vor allem der Gesundheit und sind besonders in Zeiten der Pandemie ein wichtiger Ausgleich. Zusätzlich ermöglicht der Weg allen HSVer:innen, die nicht in Hamburg wohnen, die Stadt noch einmal von einer anderen Seite kennenzulernen bzw. die Stadt Hamburg als Tourist anders zu erleben.

Die Stationen

16 Stationen – von den Landungsbrücken, über den Kiez, das Rathaus, Moorweide, Stadion Hoheluft bis zum Volksparkstadion

Route des Pilgerwegs


Landungsbrücken

Wie der Fußball nach Hamburg kam

„Wer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Zeit und Muße hatte, vom Stintfang hinunter den Betrieb des Hamburger Hafens zu beobachten, dessen Blick wanderte über die erst vor kurzem angelegten St. Pauli-Landungsbrücken auf ein nahezu unentwirrbares Gewimmel von Schuten, Ruderbooten, Lastkähnen und Lastenseglern in den unterschiedlichsten Größen. Es dürfte einer dieser Lastensegler gewesen sein, die da an den Duckdalbenreihen festgemacht hatten und auf das Löschen warteten, auf dem der Virus eingeschleppt wurde. Aus England. Irgendeiner der mit ihnen segelnden Kaufleute trug ihn wahrscheinlich in sich... Der Virus traf auf einen völlig unvorbereiteten Organismus, der zunächst mit einem bissigen Widerstand versuchte, ihn wieder loszuwerden. Ein aussichtsloser Kampf, aber das konnte keiner der honorigen Bürger ahnen, die da über das Heiligengeistfeld oder die Moorweide flanierten. Und naserümpfend innehielten, um das Unfassbare in Augenschein zu nehmen, das sich da vor ihren Augen in aller Öffentlichkeit abspielte. Kaufleute, Beamte, Lehrer – alle jüngeren Semesters – Studenten, viele Ausländer unter ihnen, vor allem Engländer, ließen sich von einem wild hin- und herfliegenden Lederball, der starke Ähnlichkeit mit den heutigen Medizinbällen hatte, dazu verleiten, hemmungslos jegliche Contenance abzulegen. Dieses Krankheitsbild bekam kurz darauf den Namen Fußball.“ (Meyer, A., Wetzner, U., Stahl, V. (2007): Fußball Lexikon Hamburg.)

Blick nach links: Cap San Diego

Hier fand im Jahr 2003 nicht nur die Zehnjahresfeier des Supporters Club, sondern auch der allererste Auftritt der Band Abschlach! statt.

Blick nach rechts: Fischauktionshalle

Hier stieg 2012 eine der 125-Jahresfeiern vom HSV, eine legendäre Party mit 3.000 HSV-Fans.

So geht’s weiter: Station 2 – Sportpub Tankstelle, Gerhardstraße 7, 20359 Hamburg

Wegbeschreibung: Treppen hoch zum Hotel Hafen Hamburg, Weg links mit Elbblick bis zum Ende, Davidstraße folgend, erste links in Erichstraße, erste rechts in Gerhardstraße.

Hinweis: Barrierefreier Zugang über St. Pauli Hafenstraße

Sportpub Tankstelle

Auf ein Bier nach dem Spiel

Der Sportpub Tankstelle ist der Fantreffpunkt vor und nach den Spielen des HSV und liegt direkt gegenüber der berühmten Herberstraße. Geführt wird der Sportpub von langjährigen HSVern. In den letzten Jahren fanden hier Lesungen, Konzerte oder auch öffentliche Abteilungsleitungssitzungen des Supporters Club statt. Auch der Tankstellentalk ist ein bekanntes Format, welcher hier in regelmäßigen Abständen stattfindet. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland war die Tanke, so der Name in der Fanszene, Teil der HSV-Fanmeile. Oft sind auch extene Fangruppen aus England oder anderen Teilen Europas zu Gast, da die Tanke auch international einen sehr guten Ruf als Fußballkneipe genießt. Auf den Bildschirmen kann man zu fast jeder Tages- und Nachtzeit Fußball verfolgen, natürlich auch die Auswärtsspiele unseres HSV.

So geht’s weiter: Station 3 - Handwerkskammer, Holstenwall 12, 20355 Hamburg

Wegbeschreibung: Rechts in die Friedrichstraße, weiter geradeaus, Überquerung der Helgoländerallee, durch den Elbpark, am Bismarck-Denkmal vorbei, links in den Holstenwall.

Handwerkskammer

Zimmer 75 – ein historischer Ort für den HSV

An dieser Station blickt man auf die Handwerkskammer, wo am 3. Juni 1919 die erste Mitgliederversammlung des kompletten HSV stattfand. Ein Auszug aus den Vereinsnachrichten des Hamburger Sport-Verein von 1888 (e. V.), 16. Jahrgang, Nr. 2 vom 1. Juni 1919 besagte:

„Der Zeitpunkt der Vereinigung wurde auf den 2. Juni 1919, d. h. denjenigen Tag festgesetzt, an welchem die noch gemeinsam mit dem S.C. ‚Victoria‘ auszutragenden Kämpfe um die norddeutsche Fußball-Meisterschaft ihr, wie wir hoffen wollen, glückliches Ende erreicht haben werden.“

Einige Tage später hieß es dann:

„… kämpften beim letzten Auftritt der Kriegs- bzw. mittlerweile Friedensspielgemeinschaft gemeinsam mit acht Victorianern an der Weser erfolgreich um die norddeutsche Meisterschaft und triumphierten mit 2:0 über den Bremer SC. Der Kommers (für die jüngeren Leser: der feierliche Umtrunk) zur Vereinsgründung avancierte somit zugleich zur Meister- und Abschiedsfeier. Noch leicht verkatert ging es für manchen 88er nur einen Tag später, am Abend des 3. Juni 1919, zur ersten Mitgliederversammlung des HSV e.V. in Zimmer 75 des Gewerbehauses am Holstenwall 12. Am 21. Juli 1919 erfolgte schließlich der Eintrag in das Vereinsregister. Als Gründungsdatum wurde (siehe Satzung von 1919) zunächst der 1. Juni 1888 vermerkt, an dem der Hamburger FC aus der Taufe gehoben wurde. Erst ab 1934 gilt der 29. September 1887, das Gründungsdatum des SC Germania, als offizieller Geburtstag des HSV.“ (Hamburger Abendblatt vom 01.06.2019).

Zum Nachlesen:

Der Artikel „100 Jahre HSV?“ aus der 91 Ausgabe der SN von 2019 gibt ebenfalls noch einmal Aufschluss, was die Jahreszahlen 1887, 1888 und 1919 mit der Geschichte des HSV zu tun haben: https://www.hsv-sn.de/ausgabe-091/100-jahre-hsv

So geht’s weiter: Station 4 - Hotel Vier Jahreszeiten, Neuer Jungfernstieg 9-14, 20354 Hamburg

Wegbeschreibung: Den Holstenwall Richtung City, am Johannes-Brahms-Platz rechts und gleich links in den Valentinskamp Richtung Jungfernstieg.

Hotel Vier Jahreszeiten

Wie die Werbung auf das HSV-Trikot kam

Im Hotel Vier Jahreszeiten wurden im Januar 1974 die ersten Trikotverträge unterzeichnet; Trikotwerbung war zu dieser Zeit noch unüblich, bisher hatten nur vier andere Vereine Werbung auf der Brust. Campari zahlte damals 800.000 DM für zweieinhalb Jahre. Aktuell ist Orthomol, ein Produzent für Nahrungsergänzungsmittel, HSV-Trikotsponsor.

So geht’s weiter: Station 5 - Jungfernstieg

Jungfernstieg

Wilde Tiere auf dem Jungfernstieg?

Kuriose Geschichte: Am Jungfernstieg sollte in der Ära Krohn einst (im Falle eines Titelgewinns) der legendäre Elefantenritt im Frack der Mannschaft stattfinden - so hatte es zumindest der Präsident versprochen.

Von 1909 bis 2012 fand hier die längste durchgehende Sportveranstaltung der Stadt statt - der Alsterstaffellauf. Damit war die Alsterstaffel Deutschlands älteste Straßenlaufstaffel und war zeitweilig auch Europas teilnehmerstärkste. Ausgetragen wurde dieser Lauf als Langdistanzstaffel über dreimal 1.792 Meter rund um die Binnenalster. Dazu gab es immer mehrere zusätzliche Wettbewerbe für Sportler:innen aller Leistungsklassen, so zum Beispiel die nochmal für mehrere Läufer:innen unterteilte Rundstrecke.

So geht’s weiter: Station 6 - Rathausmarkt

Wegbeschreibung: Hinter der Brücke über die “Kleine Alster”  rechts in den Reesendamm einbiegen

Rathausmarkt

Wer wird Deutscher Meister?

Auf dem Rathausmarkt wurden einige der großen Siegesfeiern des HSV bejubelt. Fanden die großen Siegesfeiern erst noch am Dammtor bzw der Moorweide statt, änderte sich dieses mit der Meisterfeier 1979. Bis zu unserem letzten großen Titel , dem DFB-Pokalsieg, wurden alle Siegesfeiern auf dem Rathausmarkt gefeiert.

Am 26. November 2003 wurde „Uns Uwe“ zum 32. Ehrenbürger Hamburgs (seit 1813) gewählt, unter den 1.000 Gästen befanden sich u.a. Franz Beckenbauer und (Ehrenbürger) Helmut Schmidt.  121 Abgeordnete entschieden einstimmig. In seiner Antwortrede dankte er “seiner Ilka” - seiner Ehefrau: “Du bist der größte Treffer, den ich je geschossen habe.”

Einkaufstipps:

  • HSV City-Store, Schmiedestraße 2, 20095 Hamburg – der offizielle HSV-Fanshop in der Hamburger Innenstadt, gegenüber der Petri-Kirche
  • 1887 Streetwear Kleine Reichenstraße 15, 20457 Hamburg

So geht’s weiter: Station 7 - Hauptbahnhof

Wegbeschreibung: Durch den Reesendamm zurück, geradeaus den Ballindamm an der Alster entlang bis zur Ecke Glockengießerwall an der Lombardsbrücke.           

Hauptbahnhof

Immer wieder auswärts!

Der Hauptbahnhof ist nicht nur der Startpunkt für viele Auswärtsfahrten der HSV-Schlachtenbummler, die ihren Verein durch ganz Deutschland begleiten, für auswärtige HSV-Fans oder Gästefans ist er der erste Kontakt mit unserer schönen Stadt, wenn sie nach Hamburg kommen.

So geht’s weiter: Station 8 - Moorweide

Wegbeschreibung: Über die Straße Ferdinandstor  zur Außenalster, dann links über die Kennedybrücke an der Außenalster entlang bis zur Moorweide gegenüber dem Bahnhof Dammtor.

Moorweide

Erste Fußballspiele auf Hamburger Boden

Die ersten Spiele finden in Hamburg auf der Moorweide gegenüber dem Bahnhof Dammtor statt, welcher allerdings erst mehr als 20 Jahre später gebaut wurde. Eine der ersten nachgewiesenen Begegnungen ist die des 1881 gegründeten Anglo- American Football Club gegen den Hamburger Sportclub.

Die Vereine der ersten Stunde waren der Hamburger Fußball Club v. 1888, der SC Germania 87 (beides Gründervereine des HSV), der Borgfelder Fußballclub und Altona 93 - und dies obwohl, Altona damals noch nicht zu Hamburg gehörte. Genauso wenig wie Wandsbek, Marienthal und Hohenfelde, die damals ebenfalls preußisch waren und den SC Germania „zu Hamburg“ beheimateten.

HSV-Funfact

Einige Vereine hatten damals übrigens in ihren Statuten, dass die Mitglieder den Platz vor dem Spiel von den Spuren der Kühe zu reinigen haben und hinterher etwaige Löcher zu beseitigen sind.

1896 besagen die sogenannten Jenaer Regeln, dass deutsche Fußballplätze frei von Bäumen und Sträuchern sein müssen, außerdem spielte man oftmals auch vor der Arbeit und so wurden Spiele, die damals übrigens nur 2 x 30 Minuten betrugen, an Wochentagen auch gern schon um 6 Uhr morgens angepfiffen.

Siegesfeiern an diesem Ort

  • 1960 und 1983 Deutsche Meistertitel
  • 1976 DFB Pokal
  • 1983 Europacup

Horst Hrubesch sang hier auf der Moorweide 1983 auch den „Song des Tages": “Kling, Glöckchen, klingelingeling, kling, Glöckchen, kling! HSV ist Meister, Werder ist nur Zweiter, Stuttgart leider Dritter – oh, wie ist das bitter!“

Hier an der Moorweide befindet sich mit dem “Hotel Grand Elysée” auch das aktuelle Mannschaftshotel des HSV, in dem das Team in der Regel die Nacht vor den Heimspielen verbringt. Auch tagt hier regelmäßig der HSV-Seniorenrat.

So geht’s weiter: Station 9 - Curio-Haus

Wegbeschreibung: Am Hotel Grand Elysée rechts in die Rothenbaumchaussee einbiegen, das Curio-Haus befindet sich nach wenigen Minuten auf der linken Seite.

Curio-Haus

Präsidenten und die “Blau-Weiß-Schwarze-Nacht" 

Im Curio-Haus fanden früher alle Jahreshauptversammlungen und Bälle des HSV statt, zum Beispiel die „Blau-Weiß-Schwarze Nacht“. Außerdem wurden hier einige Präsidenten der Vereinsgeschichte gewählt. 1973 etwa Dr. Peter Krohn, der sagte: „Die Bundesliga ist der Zirkus unseres Jahrhunderts.“  

Er führte Showtrainings ein, organisierte Freibier, Blaskapellen und Luftballons für den Rothenbaum, lud Tina Turner zum Mannschaftsessen ein und sorgte für bonbonrosa und himmelblaue Trikots. Er galt als der größte Showmann im deutschen Fußball. 

1995 wurde Uwe Seeler hier zum Präsidenten des HSV gewählt. 

So geht’s weiter: Station 10 - Rothenbaum 

Wegbeschreibung: Die Rothenbaumchaussee weiter geradeaus bis zur Ecke Rothenbaumchaussee/Hallerstraße.

Rothenbaum

Alte Wirkungsstätte des HSV

1908: Dieser Standort wird bereits 1908 von der Stadt für Spiele gemietet - Überbleibsel davon gibt es leider nicht mehr.

1910: Die Stadt pachtet das Gelände. Auf Eigeninitiative mit Hilfe von Eltern und Förderern wird das Gelände zum Stadion ausgebaut.

1914 benennt sich der HFC in Hamburger Sport-Verein um. Nach dem der Sport-Club Germania dem HSV ebenso wie der FC Falke beigetreten war, muss im Jahre 1919 dann ein neues Vereinswappen geschaffen werden. Der neu entstandene Hamburger Sport-Verein besinnt sich dabei auf die maritime Tradition der Stadt und wählt in Anlehnung an die Wappen Hamburger Reedereien das Symbol der Rautenflagge und kombiniert dies mit den Farben der Gründervereine, schwarz, weiß und blau.

Seit 1937 war das Stadion das erste in Deutschland, das über zwei überdachte Tribünen verfügte, 1.500 Sitzplätze auf der einen, 9.500 Stehplätze auf der anderen Seite.

„Auf Ihr Männer“ war damals der Schlachtruf am Rothenbaum, gefolgt von einem „Hepp, hepp, hepp“.

Der HSV errang in der Zeit am Rothenbaum 26 Norddeutsche Meisterschaften, drei deutsche Meisterschaften und noch viele andere Titel, wich aber seit der Wiedereröffnung des Volksparkstadions im Jahre 1953 für große Begegnungen wie z.B. Europapokalspiele immer wieder dorthin aus. Bei Gründung der Bundesliga 1963 erfolgte der Umzug ins Volksparkstadion.

Gegenüber dem Medienzentrum stand früher die Löwenburg, das alte Vereinsheim und die Geschäftsstelle. Hier zogen sich auch die Spieler um und gingen dann durch ein Spalier von Ordnern, Polizisten und Anhängern auf die andere Straßenseite auf ihre „Bühne“. Hier wurde auch der HSV Supporters Club gegründet.

In der Hausnummer 149 wurde 1978 auch Günter Netzer vorstellig, um die Stadionzeitung zu übernehmen, tatsächlich wurde er dann aber von 1978 bis 1986 Manager des HSV, als Nachfolger von Krohn.

So geht’s weiter: Station 11 - Stadion Hoheluft, Lokstedter Steindamm 87, 22529 Hamburg

Wegbeschreibung: Der Rothenbaumchaussee folgen, die erste Straße links in die Hansastraße, rechts in die Brahmsalleee, links in die Oberstraße bis man auf die Straße Grindelberg trifft. Immer geradeaus auf die Hoheluftchaussee bis zum Stadion Hoheluft des SC Victoria.

Stadion Hoheluft

Konkurrenten, aber zeitweise auch vereint

Dieser Ort ist die Heimat des 1895 gegründeten SC Victoria, einem der ältesten Fußballvereine in Hamburg. Schon im ersten Länderspiel, welches Deutschland am 5. April 1908 in Basel mit 3:5 gegen die Schweiz verlor, war mit Hans Weymar ein Victoria-Spieler dabei.

1911: An der Hoheluft findet das erste Länderspiel in Hamburg statt, am 29. Oktober besiegt die deutsche Elf Schweden mit 3:1.

Rekordbesuch 1940: 28.000 Zuschauer waren gegen Dänemark im Stadion. Der SC begeisterte immer wieder die Massen und verschwand erst nach Gründung der Bundesliga in der Versenkung, heute wird hier meist in der Oberliga gespielt. Der Platz mit der denkmalgeschützten Holztribüne beheimatet das jährliche Pokalfinale des Hamburger Fußball-Verbandes.

Hier spielte Seeler Senior, bevor er zum HSV wechselte; Erwin Seeler „Vadder“ war hier auch als Trainer tätig, außerdem holten „die Zitronen“ die ersten beiden norddeutschen Meistertitel nach Hamburg.

SC Victoria und der HSV

Ab September 1918 trat der SC Victoria gemeinsam mit dem HSV als Kriegsvereinigung Victoria Hamburg 88  an. 1919 gewann diese Kriegsspielvereinigung die Norddeutsche Meisterschaft. Nach dem ersten Weltkrieg lösten sich beide Vereine wieder voneinander.

Benefizspiel für Rainer Hoppe

Hoppe wurde am 1.April 1977 in der überfüllten Westkurve totgetrampelt wurde, als Hunderte ins Gedränge kamen und lawinenartig stürzten. Hoppe war Torwart bei SC Victoria und die 3000 Mark Einnahme aus dem Benefizspiel gingen an die Familie des Verstorbenen - zur Nebensache wurde der 5:0-Sieg gegen die Bayern.

Nebenan

Der ETV ist einer der größten Wettkampf- und Breitensportvereine Hamburgs. Der SC Victoria und ETV waren mit Altona 93 60 Jahre lang die schärfsten Konkurrenten des HSV.

So geht’s weiter: Station 12 - NDR, Hugh-Greene-Weg 1, 22529 Hamburg

NDR

HSV in Bild und Ton

1952: Der NDR überträgt das erste Fußballspiel in Deutschland live, der HSV schlägt Altona 93 am Rothenbaum mit 4:3.

1963: Im Zuge der Einführung der Bundesliga (Saison 63/64) werden Live-Übertragungen vorerst verboten mit der Begründung: „Spieler dürfen ihren Namen für Reklamezwecke nicht zur Verfügung stellen“, außerdem wird das Höchstgehalt auf 1.200 DM monatlich festgesetzt und der Samstag wird Spieltag (vorher: „Oberligasonntag“). Zum Zeitpunkt der Gründung der Bundesliga war der HSV amtierender Nordmeister, 16 Vereine spielten damals (heute 18) in der höchsten Klasse, die Bewerbung des FC St. Pauli wurde abgelehnt, da nur ein Verein pro Stadt zugelassen wurde.

HSVer damals beim HSV

Bernd Dörfel, Bruder von Charly Dörfel, arbeitet hier nach der aktiven Fußballkarriere in der Hausdruckerei des NDR.

HSV und NDR heute

Regelmäßig sind Spieler und Funktionäre des HSV zu Gast im NDR Sportclub, der während der Saison am Sonntagabend um 22:50 ausgestrahlt wird.

So geht’s weiter: Station 13 - Wolfang-Meyer-Sportanlage und Eisstadion Stellingen, Hagenbeckstraße 124, 22527 Hamburg

Wegbeschreibung: Vom NDR aus rechts zur Julius-Vosseler-Straße / Koppelweg bis zur U-Bahn Hagenbecks Tierpark. Zwischen dem Stadion bzw. den Gleisen und der Kleingartenanlage entlang den Fußweg bis zum Eisstadion bzw. um das Eisstadion herum zur Fußballanlage.

Wolfgang-Meyer-Sportanlage/Eisstadion Stellingen

Eishockey spielt nur der HSV!

Die Sportanlage entstand in den Vorkriegsjahren des 20. Jahrhunderts und bietet Platz für knapp 2.000 Zuschauer:innen. Früher hat die Frauen-Mannschaft des HSV hier ihre Spiele ausgetragen. In der zweiten und dritten Runde des DFB-Pokals kehrten die HSV-Frauen 2021 an die Spielstätte zurück und zeigten den Zuschauern als Regionalligist starke Spiele gegen Mannschaften aus der 2. und 1. Bundesliga. Im Ligabetrieb spielen hier heute noch die HSV U21, U19 und U17 Mannschaftenund einige andere Vereine aus der Umgebung. 

Nebenan 

Im überdachten Eisstadion trägt die HSV-Eishockeymannschaft der Regionalliga Nord ihre Spiele aus. Die Eishockeyabteilung des Hamburger SV wurde 1968 gegründet. In den 80er- und 90er- Jahren spielte der HSV-Eishockey mehrfach in der 2. Bundeliga, wechselte aber immer wieder zwischen den Ligen hin und her. Im Eisstadion haben bis zu 1.500 Zuschauer Platz.

So geht’s weiter: Station 14 - Stellinger Bahnhof, Volksparkstraße 69, 22525 Hamburg

Wegbeschreibung: Die Hagenbeckstraße bis zur Koppelstraße, hier links und immer geradeaus über Sportplatzring und Volksparkstraße, bis es vor der Autobahnbrücke links zur S-Bahn Stellingen geht.

Stellinger Bahnhof

Vor dem Spiel und nach dem Spiel

Der Bahnhof Stellingen ist vor und nach dem Spiel ein beliebter Treffpunkt. Der Tankstop und 1887 Shop sind bekannte Anlaufpunkte, dazu befindet sich hier auch die bekannte Kneipe “Unabsteigbar”. Daneben lädt der Shuttle Imbiss lädt zur Currywurst ein. Mit der S-Bahn ankommende Fans nutzen von hier aus den Busshuttle zum Stadion, alternativ kann man natürlich auch einen schönen Spaziergang durch den Volkspark machen.

Stellinger Bahnhof und Musik

HSV Rapper Elvis und die Band Abschlach! nutzten den Tunnel für Videodrehs.

So geht’s weiter: Station 15 - HSV-Campus

Wegbeschreibung: Durch die Tunnel unter den Bahngleisen immer geradeaus durch den Volkspark erreicht man den “HSV-Campus".

HSV-Campus

Für die Profis von morgen

Seit 2004 befinden sich hier die Trainingsplätze der HSV-Profis. Vorher wurde in Norderstedt auf der dortigen vereinseigenen Paul-Hauenschild-Sportanlage trainiert.

Seit 2017 ist der HSV-Campus der Alexander-Otto-Akademie der Ort für den HSV-Nachwuchs in den Altersklassen U16 bis U21. Die U11 bis U15 trainiert nach wie vor auf der Paul Hauenschild Sportanlage in Norderstedt, ebenso wie viele Breitensportmannschaften im HSV e.V. - unter anderem der HSV III, der derzeit in der Oberliga Hamburg spielt, oder auch die Teams der HSV-Frauen.

Auf über 4.300 Quadratmetern gibt es etwa ein Internat für 16 Nachwuchstalente, verschiedene Trainingsräume, eine Mensa, einen Audimax, eine Lounge, die Verwaltung und eine Hausaufgabenbetreuung.

So geht’s weiter: Ab zum Ziel: Volksparkstadion!

Volksparkstadion

Heimat des HSV – Wohnzimmer der Fans

18,87 Kilometer zu Fuß, das Ziel des HSV-Pilgerweges ist erreicht! Herzlichen Glückwunsch!

An der Stelle des heutigen Stadions wurde bereits 1925 ein Sportstadion mit dem Namen „Altonaer Stadion“ eröffnet. Der Stadtteil Bahrenfeld gehörte bis 1938 zu Altona, einer damals eigenständigen Stadt. Nach der Angliederung Altonas an die Hansestadt Hamburg erhielt das Stadion den Namen „Bahrenfelder Arena“.

Der Hamburger Sport-Verein bestritt schon in den 1920er Jahren Spiele im Stadion, für die die Kapazität am Rothenbaum, der eigentlichen Heimspielstätte, nicht ausreichte. So wurde der HSV 1928 an dieser Stelle durch einen 5:2-Sieg gegen Hertha BSC Deutscher Meister.

Den Zweiten Weltkrieg überstand das Stadion - wenn auch ziemlich ramponiert. Der Hamburger Senat beschloss 1951 den Neubau des Stadions. Die Trümmer der zerbombten Stadtteile wurden mit der sogenannten Trümmerbahn zum Volkspark gefahren und zu einem Wall aufgeschüttet, auf dem das neue Stadion errichtet wurde.

Am 12. Juli 1953 wurde das Stadion unter dem Namen „Volksparkstadion“ eingeweiht. Heimat des HSV ist das Volksparkstadion seit 1963, dem Jahr der Bundesligagründung, da der "Sportplatz am Rothenbaum" den Anforderungen an ein Bundesligastadion nicht gerecht wurde.

Im Jahr 1998 kaufte der HSV der Stadt das Gelände für den symbolischen Preis von 1 DM ab und verpflichtete sich im Gegenzug, das alte Stadion abzureißen und auf eigene Kosten ein neues Stadion zu errichten.

In der Sommerpause zur Saison 1998/1999 wurde mit den Umbaumaßnahmen begonnen. Da der Hamburger SV trotz des Neubaus alle Spiele im Volkspark austragen musste, konnte der Umbau nur schrittweise erfolgen. Nach einer zweijährigen Bauphase fand das erste Spiel im komplett überdachten Stadion am 12.08.2000 gegen 1860 München statt und endete 2:2. Für den Neubau des Stadions wurden bis zum Jahr 2000 etwa 100 Millionen Euro in das vereinseigene Stadion investiert.

Im Jahr 2001 wurden erstmals die Namensrechte am Stadion vermarktet. Der Name des Stadions war von nun an AOL-Arena. Weitere Namensgeber und damit Hauptsponsoren waren die HSH-Nordbank (= HSH Nordbank Arena) und bis zum 1.7.2015 die Firma Imtech Deutschland GmbH und Co. KG (= Imtech Arena). Seit dem 1. Juli 2015 trägt die Heimspielstätte wieder den Namen „Volksparkstadion“.

Walk of Fame

Der Walk of Fame befindet sich direkt am Nord-Ost Eingang des Stadions, in dem sich auch das HSV-Museum, der Fanshop, das Fanrestaurant "Die Raute" und das Service-Center befinden.

Blickfang ist der große bronzene Fuß von Uwe Seeler. Unter diesem befinden sich, ähnlich dem Walk of Fame, die Fuß- oder - im Fall von Torhütern - die Handabdrucke von verdienten Spielern der HSV-Geschichte.

Zusatzstation Norderstedt

In Erinnerung an Paul Hauenschild

Hier befindet sich ein Spielgelände, das bereits 1930 eröffnet wurde und damals Deutschlands größter, modernster, vereinseigener Sportpark war.

Während der WM 2006 trainierte dort auch die Nationalmannschaft der USA. Heute firmiert das Gelände als „Paul Hauenschild Sportanlage“ und gedenkt damit Paul Hauenschild, der 1962 fast sein gesamtes Vermögen in siebenstelliger Höhe dem HSV hinterließ.

Paul Hauenschild war seit 1905 Mitglied des HFC und 1919 einer der Mitbegründer des „neuen“ HSV. Von 1927 bis 1929 und 1949 bis 1950 war Paul Hauenschild Präsident des Hamburger Sport-Vereins. Ende der 20er Jahre leitete er den Kauf eines 130.000qm großen Geländes in Norderstedt ein, auf dem 1930 das damals größte und modernste Trainingszentrum seiner Zeit eingeweiht wurde. Als Paul Hauenschild 1962 verstarb, vermachte er sein gesamtes Vermögen dem HSV - mit der Auflage, es zur Instandhaltung der Anlage in Ochsenzoll zu nutzen und dort insbesondere die Jugendarbeit der Fußballabteilung zu fördern.

Über die später gegründete Paul Hauenschild Stiftung werden bis heute Projekte im Amateursport und auf der Sportanlage unterstützt.. Hauenschild galt als gute Seele des Vereins, man nannte ihn Onkel Paul oder auch Opa Hauenschild. 

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