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15.07.26
Internationaler Fachkräfteaustausch: HSV begrüßt Delegation aus Kiew im Volkspark
Der Hamburger SV hat Ende Juni eine Delegation aus Kiew zu einem mehrtägigen Fachkräfteaustausch rund um die Themen Inklusion, Rehabilitation und Sportentwicklung empfangen.
Bereits vor acht Monaten hatte der erste Austausch auf Initiative von Thomas Hoffmann, Fachreferent Internationale Jugendarbeit der Hamburger Familienbehörde, stattgefunden. Damals befand sich das neue HSV-Zentrum am Volkspark noch im Bau. Mit der Einladung zum Wiedersehen nach der Eröffnung wurde nun ein Versprechen eingelöst – und der Dialog erfolgreich fortgesetzt. Zehn Fachkräfte aus der ukrainischen Hauptstadt erhielten umfassende Einblicke in die Arbeit des HSV sowie weiterer Hamburger Institutionen und tauschten sich mit Expert:innen aus den Bereichen Sport, Medizin und Rehabilitation aus.
Zur Delegation aus Kiew gehörten unter anderem die Leitung einer Sportschule für Kinder mit Behinderungen, Trainer aus den Bereichen Leichtathletik, Rollstuhlbasketball und Sledge-Hockey sowie Fachkräfte für körperliche Rehabilitation von Veteranen und Menschen mit Behinderungen. Begleitet wurde die Gruppe von einem Dolmetscher.
Einblicke in die Inklusionsarbeit des HSV
Den Auftakt bildete die Begrüßung im neuen HSV-Zentrum mit einer Führung durch die modernen Räumlichkeiten, später folgte eine inklusive Stadiontour durch das Volksparkstadion. An einem weiteren Veranstaltungstag stellte Kumar Tschana (Geschäftsführer HSV e.V.) den Gesamtverein und dessen Strukturen vor. Im Anschluss erläuterte Inken Pfeiffer (Koordinatorin Inklusion und Integration HSV e.V.) die vielfältigen Inklusions- und Integrationsangebote des HSV. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem die Organisation von Sportangeboten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Förder- und Finanzierungsstrukturen im organisierten Sport sowie ein praxisorientierter Workshop zum Thema „Inklusives Teamevent“, bei dem die Teilnehmenden Rollstuhlbasketball selbst erleben konnten.
Rehabilitation und Behindertensport im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war der Besuch beim Hauptpartner des HSV-Rollstuhlbasketballteams, dem BG Klinikum Hamburg. Dort erhielten die Gäste Einblicke in die medizinische Versorgung und Rehabilitation nach schweren Verletzungen. Dr. Thietje stellte das Leistungsspektrum der BG Kliniken vor, während Dr. Sascha Kluge die Schwerpunkte der Akut- und Rehabilitationsmedizin mit Fokus auf Querschnittlähmung und Amputation erläuterte. Bei einer Führung durch die Therapiebereiche präsentierte Gylla Rau moderne Konzepte der Gehschule und Sporttherapie. Ergänzend informierten Peter Richarz und Lars Pickardt über die Themen Mobilität, Inklusion und Behindertensport.
Auch der praktische Bezug kam nicht zu kurz: Die Delegation hospitierte beim Off-Season-Training der mannschaftsübergreifenden Trainingsgruppen der BG Baskets und besuchte das Haus des Sports. Dort standen Gespräche mit Vertreter:innen der Hamburger Sportjugend, des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes sowie des Behinderten-Sportverbandes Hamburg im Mittelpunkt.
Positives Fazit und Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit
David Schulze, Initiator und Koordinator des Fachkräfteaustauschs, zog ein positives Fazit: „Der Fachkräfteaustausch hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung von inklusiven Sport- und Rehabilitationsangeboten ist. Besonders der ganzheitliche Ansatz – von medizinischer Versorgung über Therapie bis hin zur sportlichen Teilhabe – macht deutlich, welchen Stellenwert Inklusion und nachhaltige Förderung im Hamburger Sport einnehmen. Umso schöner war es, nach dem ersten Austausch unsere Gäste erneut im nun eröffneten HSV-Zentrum begrüßen zu können und das Wiedersehen gemeinsam zu gestalten sowie den Austausch zu vertiefen.“
Thomas Hoffmann, Fachreferent Internationale Jugendarbeit der Hamburger Familienbehörde, sagt: „Der Fachkräfteaustausch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der internationale Wissenstransfer ist. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen in Kyjiw konnten wir wertvolle Einblicke in die Strukturen des Behindertensports und der Rehabilitation in Hamburg vermitteln und gemeinsam neue Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit setzen.“




