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28.12.24
Jahresrückblick 2025 – Teil Zwei
In unserem Jahresrückblick schauen wir auf das HSV-Jahr 2025 zurück – auf alle Highlights, Medaillen und Erfolge. Im zweiten Teil folgen die Monate April bis Juni.
April
Der April steht beim HSV ganz im Zeichen von Wachstum, Bewegung und sportlicher Vielfalt. Zum 1. April erreicht der Verein den nächsten Meilenstein: Erstmals zählen 120.000 Mitglieder zur HSV-Familie – ein Zuwachs von 10.000 innerhalb eines Jahres. Über 110.000 davon sind im Supporters Club organisiert, rund 8.500 treiben aktiv Sport im Verein – ebenfalls ein neuer Höchstwert.
Zusammenkommen sollen die Menschen auch beim neuen Lauftreff, der vom HSV mit der HanseMerkur ins Leben gerufen wird. Angeführt von Top-Athlet:innen geht es einmal rund um die Alster – den Auftakt macht Hürdensprinter Manuel Mordi. Wenige Wochen später folgt bereits das nächste Laufsport-Highlight: Am Ostermontag kommen 1.358 Teilnehmende zum 7. Hamburger Osterlauf der HSV-Leichtathletik in den Stadtpark – so viele wie noch nie zuvor.
Neben dem Breiten- und Laufsport sorgt auch der Leistungssport für emotionale Momente. Für die HSV-Futsaler steht Mitte des Monats das Playoff-Halbfinale gegen den amtierenden Deutschen Meister TSV Weilimdorf an. In zwei engen und hochklassigen Spielen liefern sich beide Teams intensive Duelle. Besonders das Hinspiel bleibt in Erinnerung: Nach zwischenzeitlichen Führungen von 3:0 und 6:3 müssen sich die Hamburger erst im Sechsmeterschießen mit 8:10 geschlagen geben. Im Rückspiel folgt eine knappe 1:2-Niederlage – das Aus im Halbfinale, das die starke Saison als Hauptrunden-Zweiter jedoch nicht schmälert.
Im Fußball spitzt sich der Aufstiegskampf für die HSV-Frauen weiter zu. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden sammeln die Hamburgerinnen wichtige Punkte und stehen zum Monatsende mit 43 Zählern auf Tabellenplatz drei – allerdings nur drei Punkte vor dem Verfolger SV Meppen. Auch der Nachwuchs sorgt für positive Schlagzeilen: Die U20-Fußballerinnen sichern sich bereits drei Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft der Regionalliga Nord. Trotz des sportlichen Erfolgs verzichten die Rothosen auf ein mögliches Aufstiegsrecht. Ebenfalls Grund zur Freude gibt es bei den 3. HSV-Frauen, die den Aufstieg in die Oberliga feiern.
Auch für die HSV-Cheerleading-Teams geht es in die heiße Saisonphase. Bei den Deutschen Meisterschaften sichern sie sich einen Vizemeistertitel sowie einen achten Platz in den jeweiligen Kategorien. Bei den anschließenden Weltmeisterschaften in den USA landen die HSV Bombshells auf einem starken achten Platz unter 24 Teams. Wenige Tage später setzen die HSV Heatwaves noch einen drauf und holen mit WM-Bronze in ihrer Kategorie eine internationale Medaille nach Hamburg.
Den sportlich vielseitigen April rundet schließlich ein Blick auf die Golf-Abteilung ab, die in ihre Jubiläumssaison startet. Seit 20 Jahren gehört Golf zum HSV, und zum Saisoneröffnungsturnier auf dem Gut Haseldorf gehen 84 Teilnehmende an den Start. Ebenso gibt es für die Abteilung einen prominenten Zuwachs: Profi-Golfer Anton Albers schließt sich dem HSV an und spielt fortan mit der Raute auf dem Shirt. Er startet auf der HotelPlanner Tour, der zweiten europäischen Golf-Division.
Mai
Der Mai wird insbesondere für die HSV-Frauen zu einem der emotionalsten Monate des Jahres. Mit dem 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg setzen die Hamburgerinnen früh ein Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen. Am 11. Mai ist es dann so weit: Nur einen Tag nach dem Aufstieg der Herrenmannschaft ziehen auch die Frauen nach und sichern sich mit einem 3:0-Erfolg gegen den SC Freiburg II den Sprung in die höchste deutsche Spielklasse. Am letzten Spieltag folgt ein 1:0-Auswärtssieg beim SV Meppen – mit 53 Punkten schließen die Rothosen die Saison auf Platz drei ab und kehren nach 13 Jahren in die Bundesliga zurück.
Was folgt, sind Tage, die der gesamte Verein so schnell nicht vergessen wird: Bei der großen Aufstiegsfeier auf dem Rathausmarkt und rund um die Alster feiern die Frauen gemeinsam mit der Männer-Mannschaft ihre Bundesliga-Comebacks – der HSV ist zurück in der Bundesliga. Wenige Monate später erleben die HSV-Frauen dort beim Last-Minute-3:3 gegen den VfL Wolfsburg im Volksparkstadion, das fortan ihre Heimspielstätte ist, einen spektakulären Einstand.
Abseits des Fußballs nimmt im Mai auch die Leichtathletik-Saison im Freien Fahrt auf. Bei den Deutschen Langstaffelmeisterschaften wird die U20-Mixed-Staffel über 4x400 Meter Deutscher Vizemeister. Kurz darauf stehen Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah international im Fokus: Bei den World Relays in China, den inoffiziellen Staffel-Weltmeisterschaften, sichern sich die beiden HSV-Sprinter mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel den sechsten Platz – und damit das Ticket für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft im September.
Juni
Nach den internationalen Erfolgen im Mai bleibt die Leichtathletik auch im Juni eines der prägenden Themen beim HSV. Erneut sorgt Ansah-Peprah für ein Ausrufezeichen: Über 100 Meter läuft er in exakt 10,00 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit und stellt damit die Jahresbestleistung sowie die zweitschnellste Zeit eines Deutschen jemals auf. Wenig später bestätigt er seine starke Form auch im Team: Gemeinsam mit HSV-Hürdensprinter Mordi gewinnt Ansah-Peprah bei der Team-EM die Bronzemedaille für Deutschland.
Neben den Erfolgen im Leistungsbereich gibt es auch wieder ein Bewegungsangebot der Leichtathletik: Unter dem Motto „HanseMerkur und der HSV bewegen Hamburg“ findet im Juni auch die zweite Alsterrunde statt – dieses Mal angeführt von Louise Wieland.
Über Pfingsten richtet die Hockey-Abteilung auf der Sportanlage in Norderstedt bereits zum achten Mal den Rautini-Cup aus. 96 nationale und internationale Teams mit rund 1.100 Spieler:innen machen das Turnier zu einem der größten Kinder- und Jugend-Hockeyevents Deutschlands.
Ein zentraler Moment des Monats folgt am 21. Juni im Volksparkstadion: Rund 1.500 Mitglieder wählen auf der Mitgliederversammlung ein neues Präsidium. Henrik Köncke wird mit deutlicher Mehrheit zum Präsidenten gewählt, Laura Ludwig zur Vizepräsidentin, Michael Papenfuß wird als Vizepräsident und Schatzmeister bestätigt. Mit der Wahl von Olympiasiegerin Ludwig zieht erstmals eine Frau in das HSV-Präsidium ein. Die Versammlung ist geprägt von großer Zustimmung und emotionalen Momenten – von stehenden Ovationen bei der Bekanntgabe der Wahlergebnisse bis zur Verabschiedung des bisherigen Präsidenten Marcell Jansen und Vizepräsidenten Bernd Wehmeyer.
Darüber hinaus stehen Vielfalt und Vereinsentwicklung im Mittelpunkt. Zahlreiche Sportler:innen und Ehrenamtliche werden für ihre Leistungen ausgezeichnet, darunter Sprinter Owen Ansah und die Blindentennis-Europameisterin Kirstin Linck. Zudem stimmen die Mitglieder wichtigen Weichenstellungen zu – unter anderem der Einführung eines Supporters Trusts sowie Vorgaben zur geschlechterdiversen Besetzung von Gremien.
Auch sportlich gibt es weiteren Grund zur Freude: Im Rollstuhlbasketball gewinnen zwei Akteure der BG Baskets Hamburg Gold bei der U23-Weltmeisterschaft. Spieler Sean Plaar sowie Co-Trainer Peter Richarz, der als Headcoach das deutsche Junioren-Team betreut, haben große Anteile an einem starken Turnier, das mit dem 71:66-Finalsieg über die Türkei gekrönt wird.
Der Schlusspunkt eines ereignisreichen Monats wird auf der Paul Hauenschild Sportanlage gesetzt. Der Supporters Club und das HSV-Fanprojekt richten mit 80 Teams die 35. Auflage der Westkurvenmeisterschaft aus, parallel dazu findet das zweite Spielwochenende der Amputierten-Fußball-Bundesliga statt. Die Amputierten-Fußballer des HSV nutzen den Heimvorteil eindrucksvoll, holen drei Siege sowie ein Unentschieden und stehen nach vier Spieltagen an der Tabellenspitze.




